Totentanz
von Alois Johannes Lippl
(Im Rahmen der Sterzinger Osterspiele)

Totentanz von Alois LipplDieses wahrhaft ernstliche Spiel in mittelalterlichen Kostümen und dramatisch-getragener Atmosphäre gibt einen eindrucksvollen Einblick in mittelalterliche Denk- und Empfindungsstrukturen. Doch auch wir modernen Menschen können uns in den Reaktionen der Figuren auf den Tod durchaus wiederfinden.

Gott ruft den Tod zu sich und erteilt ihm den Auftrag, Menschen von der Straße zu holen. Mann, Frau, Junge, Alte, Arme, Reiche treten mit dem Tod in einen Dialog.

Angeführt von einem personifizierten Tod tanzen alle dem Gericht Gottes entgegen.

In sieben verschiedenen Stationen wird die Handlung erzählt bei der am Schluss des Spieles, der Tod alle vor das Gericht Gottes führt – „jedermann muss einmal sterben, nichts gewisser als der Tod“.

Das Stück zeigt die Gleichheit aller Menschen vor dem Tod, der weder Standes- noch Altersunterschiede kennt. Nur zu oft unerwartet und unerbittlich tritt er vor den einzelnen und holt ihn gleichsam „zum Tanz.“

Die Allgegenwärtigkeit des Todes wird in beeindruckende Weise ins Gedächtnis gerufen. Der Blick bleibt dennoch auf das Leben gerichtet. Im Augenblick des Todes bedenken und bewerten die handelnden Personen ihr Leben neu.

Ein Theaterstück das einlädt zum Nachdenken, meditieren und Diskutieren über ein zeitloses Thema.

Es spielen:
Der Tod: Pepi Seidner
Der Vogt: Karl Pichler
Der Bettler: Werner Hohenegger
Die Krämerin: Erna Eisendle
Die Landsknecht: Walter Larch
Die Mutter: Susanne Egger
Die Buhlerin: Edeltraud Zössmayr
Der Kaiser: Rudi Plank
Der Spruchsprecher: Armin Haller

Inszenierung: Raimund Keim
Technik: Oswald Wild, Adolf Gschnitzer

Karten-Reservierung:
Tourismusverein Sterzing – Tel. 0472 765325

Termine der Aufführungen:
Samstag, 27.03.2010, 20:00 Uhr
Sonntag, 28.03.2010, 20:00 Uhr
Montag, 29.03.2010, 20:00 Uhr
Mittwoch, 31.03.2010, 20:00 Uhr

Fotos:

Aufführungen im historischen Rathaussal von Sterzing.

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